Geldanlage 2020 in Österreich – Zinsvergleich Tagesgeld & Festgeld

Geldanlage 2020 in Österreich – Zinsvergleich Tagesgeld & Festgeld

Die Zeiten der hohen Zinsen sind seit längerem vorüber, und das quasi überall. Um das jedoch nachvollziehen zu können und nicht stets auf die EZB zu schimpfen, sollte man sich einmal mit den Hintergründen dieser Geldpolitik auseinandersetzen. Warum bekommt man also fast keine Zinsen mehr auf seine Spareinlagen? Dazu müssen die teilnehmenden Akteure beleuchtet werden.

Zinsvergleich Tagesgeld & Festgeld Zinsen in Österreich


Die Europäische Zentralbank strebt mit dem billigen Geld an, die Konjunktur, also die Wirtschaft, im gesamten Euroraum wieder anzukurbeln. Dadurch, dass man kaum Zinsen auf Kredite entrichten muss, sollen Investitionen erhöht werden.

Diese Investitionen können verschiedener Natur sein. Egal, ob Immobilien, Unternehmen jeglicher Art oder sonstiges – das Kaufverhalten soll zumindest gesteigert werden. Die Leute sollen demnach dazu gebracht werden, ihr Geld auszugeben und eben nicht zu sparen.

Durch eben die niedrigen Kosten auf die Kreditaufnahme und die noch niedrigeren Zinsen auf die Spareinlagen, wird signalisiert, dass Kaufen momentan ungemein sinnvoller oder gar profitabler als Sparen ist. Die dann erhofften höheren Ausgaben sollen wiederum auch die Preise in die Höhe treiben, sodass ein angestrebtes Inflationsniveau eingehalten werden kann.

Wurde dieser Schritt letztendlich erfolgreich erreicht, ist es möglich, dass sich die Wirtschaft wieder stabilisiert, der Wunsch nach höheren Ausgaben der Konsumenten wird folglich kleiner oder ist gar nicht mehr vorhanden. An dieser Stelle wird sich alles auf ein Normalniveau einpendeln. Dies heißt gleichzeitig, dass auch die Zinsen auf Tagesgeldkonten erneut steigen können.

Wurde nun also der eigentliche Grund für die ewig anhaltende Niedrigzinspolitik nüchtern dargestellt, soll sich jetzt auf die unterschliedlichen Anbieter Österreichs, die Zinsen auf Tagesgeld & Festgeld geben, konzentriert werden. Dabei werden zudem ein Zinsvergleich aufgestellt und sämtliche wichtige Daten übersichtlich herausgearbeitet.

Als Erstes sollte aber auch hier verdeutlicht werden, was Festgeld eigentlich überhaupt ist, damit stets klar ist, wovon die Rede ist.

Festgeld, oder auch als Termingeld bezeichnet, ist eine Anlageform für zumeist recht konservativ orientierte Anleger, also solche, die möglichst wenig Risiko eingehen möchten. Der angelegte Geldbetrag soll hier über einen bestimmten Zeitraum zu einem vorher festgelegten und nicht zu verändernden Zinssatz vermehrt werden.

Nun aber zum ursprünglichen Zweck dieses Ratgebers, also zum Vergleich der Anbieter in Österreich. In folgender Übersicht werden jeweils die Bank, einige Details sowie Vorteile und letztlich vor allem der aktuelle Zinsatz vorgestellt und hiermit auch mit den restlichen Anbietern verglichen.

Zunächst wird einmal die Santander Bank genauer angesehen. Sie bietet, wie übrigens fast alle Banken, eine Einlagensicherung. Darüber hinaus kann sie damit punkten, dass eine Einlage schon ab einem symbolischen Euro möglich ist.

Die Zinsgutschrift erfolgt hier sogar jeden Monat, was hinsichtlich anderer Anbieter relativ ungewöhnlich ist. Schaut man sich die Vorteile der Santander an, stechen die viermonatige Zinsgarantie und die schnelle Onlineabwicklung direkt ins Auge. Der momentane Zins liegt bei dieser Bank bei starken 1,35%.

Der Nächste im Vergleich ist die französische Renaultbank, also die Bank des bekannten Autoherstellers. Beim detaillierten Blick fällt unweigerlich eine Tatsache auf, die die Direktbank maßgeblich von ihrer Konkurrenz abhebt. Sie hat nämlich keinerlei Grenze bezüglich der Höchsteinlage.

Demnach kann man bei der Renaultbank so viel Geld einlagern, wie nur möglich. Dieses ist anschließend nach der französischen Einlagensicherung abgesichert, jedoch nur bis zu einem Betrag von 100000€. Ein wesentlicher Vorteil bei diesem Anbieter ist die Zinszahlung auf das gesamte Guthaben, was es vor allem für hohe Einlagen recht attraktiv macht. Jedoch muss auch bedacht werden, dass der Zinssatz, der einen halben Prozentpunkt ausmacht, deutlich unter dem der Santander liegt.

Ein weiteres erwähnenswertes Beispiel stellt die eigentlich unbekannte Dadat Bank dar. Ihre Einzelheiten liegen darin begründet, dass sie beispielsweise nur jährlich die Zinsen auszahlt. Außerdem kann man Geld schon ab einem Euro anlegen, die Höchstgrenze ist dafür bei einer Viertelmillion festgelegt. Vorteilhaft bei der Dadat Bank sind insbesondere die kostenlose Kostenführung sowie die Zinsgarantie, welche sich immerhin über vier Monate erstreckt. Auch der einprozentige Zinssatz kann sich in den heutigen Zeiten durchaus sehen lassen.

Fazit: Am Ende eines ordentlichen Vergleichs gehört sich natürlich immer ein aussagekräftiges und wertendes Fazit, die Zusammenfassung alles Gesagten also. In vorliegendem Falle also muss festgehalten werden, dass die Beste der drei verglichenen Anbieter wohl die Santander ist.

Das mag allerdings eine subjektive Einschätung sein, sodass andere, mit anderen Bedürfnissen und Vorstellungen, vielleicht die Dadat Bank besser finden. Der Vergleich soll darüber hinaus lediglich seinem inhärenten Zweck gedient haben, nicht jedoch als Vermittler für einen spezifischen Anbieter.

Nun, da die Festgelder miteinander verglichen worden sind, macht es zudem Sinn, sich einmal über andere, alternative Anlageformen auszutauschen. Da gäbe es zum Beispiel Immobilien oder Aktien. Beide sollen hier noch einmal kurz vorgestellt werden.

Immobilien: Sie sind nach Aktien die zweitbeliebteste Form der Geldanlge. Außerdem schaffen es die Immobilien, stets gute Renditen abzuwerfen, welche aber auch abhängig von diversen Faktoren sind. So spielen unter anderem die Lage und der Zustand der Immobilie die größte Rolle, wenn es um den Wert geht.

Objekte in Großstädten oder Ballungszentren werden logischerweise, dem Platzmangel und der daraus resultierenden höheren Nachfrage, mehr kosten, als ein Vergleichsstück auf dem Land. Aber gleichzeitig kann ein neu renoviertes Haus in einem Dorf mehr wert sein, als eine heruntergekommene Bruchbude in der Stadt.

Aktien: Sie sind der Krösus der Geldanlage, aber auch am meisten gefürchtet und aus diesem Grund nur bei wenigen im Depot. Dies ist dahingehend sehr schade, da sie über lange Zeiträume hinweg durch und durch die, teils mit erheblichem Abstand, besten Resultate erzielt haben.

Fairerweise muss zugegeben werden, dass an der Börse zwar die höchsten Risiken lauern, eine Gefahr jedoch immer nur dann besteht, wenn man nicht weiß, was man macht. Folglich sollte nur der an die Börse, der sich gut auskennt. Allen anderen kann ein Experte geraten werden.

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einefueralle

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